
Heiße Zeiten
Die Wechseljahre-Revue
von Tilmann von Blomberg und Bärbel Arenz
Die Junge: Anna Bolk
Die Karrierefrau: April Hailer
Die Vornehme: Ines Martinez, Gilla Cremer
Die Hausfrau: Sabine Urig, Natascha Petz
Regie: Gerburg Jahnke
2. August bis 21. August 2011
Gerburg Jahnke war die eine Hälfte der legendären "Missfits". Seit 2005 ist sie nun allein unterwegs, als Schauspielerin, Kabarettistin und vor allem als Regisseurin, so etwa der frivol-melancholischen Revue "Witwendramen", "Ganz oder gar nicht", der deutschen Bühnenfassung des britischen Erfolgsfilms "The Full Monty", oder der musikalischen Western-Komödie "Kalte Colts und heiße Herzen". Das Resultat ist immer dasselbe: das Publikum kriegt sich vor Lachen kaum ein.
Nun hatte sie sich im wahrsten Sinne des Wortes ein "heißes Thema" vorgenommen. Die Wechseljahre – der vermeintliche Schrecken aller Frauen (und Männer!). Ort des Geschehens ist die Abflughalle eines Flughafens. Hier treffen die "Ladies im Hormonrausch" aufeinander.
Die Karrierefrau: 53, ledig – ist auf dem Weg zu einem extrem wichtigen Geschäftstermin, hat aber die Präsentationsunterlagen zu Hause vergessen. Kann Dietrich, ihr One-Night-Stand der letzten Nacht, ihr helfen?
Die Hausfrau: 52, (natürlich) verheiratet, drei Kinder – fliegt zum ersten Mal. Möchte mal ein bisschen egoistisch sein. Hat Papi das Essen für eine Woche vorgekocht und ihm seine Sachen rausgelegt. Hat trotzdem permanent Schweißausbrüche, wenn sie an zu Hause denkt.
Die Vornehme: 57, reich verheiratet – hat Stress mit ihrer Tochter, einen Vater, der gerade aus dem Altenheim ausgebüchst ist und weiß nicht mal mehr, wie man "Sex" eigentlich schreibt.
Die Junge: "erst" 42 – bei ihr tickt die biologische Uhr unüberhörbar. Will schnell noch schwanger werden, bevor es zu spät ist. Hat aber einen zeugungsunfähigen Verlobten.
Die Darstellerinnen:
Die Junge: Anna Bolk
Anna Bolk spielte die junge Edith Piaf in der Uraufführung von "Piaf – ich bereue nichts", in dem Solostück über die New Yorker Kritikerin Dorothy Parker "Frau Parker kann nicht schlafen" sowie in diversen Film- und Fernsehproduktionen wie "Wolfs Revier" (SAT1) oder "Das allerbeste Stück" (Pro7). Als Sängerin trat sie im Theater des Westens sowie der Neuköllner Oper auf und veröffentlichte mehrere CDs.
Die Karrierefrau: April Hailer
April Hailer ist in vielen Genres zuhause – auf der Bühne ebenso wie im Fernsehen. 2011/12 spielt sie Musical-Hauptrollen am Gärtnerplatztheater in München und am Opernhaus Magdeburg. Für ihre schauspielerische Leistung in "Die Kaktusblüte" an der Komödie Düsseldorf wird sie 2009 mit einer Nominierung als "Beste Schauspielerin" ausgezeichnet. Mit der RTL-Show Wie Bitte?! und ihrer April Hailer Show beim ZDF wird sie als Komödiantin deutschlandweit populär. Aktuell ist sie immer wieder in Fernsehspielen oder Serien zu sehen.
Die Vornehme: Ines Martinez
Als Sopranistin des Vokaltrios "Honey Pie" trat Ines Martinez in vielen Fernsehproduktionen wie "Der große Preis" oder "Nachtcafé" auf. Aber auch auf der Bühne ist sie präsent, so gehörte sie zum Ensemble des Musicals "Cats" in Stuttgart. Sie ist ebenso mit ihren musikalischen und kabarettistischen Solo-Shows "Frosch im Hals", "Kubakrise" oder "Mamas Liebling" erfolgreich.
Die Vornehme: Gilla Cremer
Die Schauspielerin, Autorin und Produzentin Gilla Cremer arbeitet seit 1987 hauptsächlich als Solistin und geht mit ihren "Theater Unikaten" im In- und Ausland auf Gastspielreisen. Mit der englischen Version von "Die Kommandeuse" gastierte sie u.a. in Dänemark, Frankreich, Polen und Neuseeland. Ihre Produktion "So oder so – Hildegard Knef" steht seit 2005 auf dem Spielplan des Hamburger Thalia-Theaters. Für ihre außergewöhnliche Arbeit wurde sie 2008 mit dem Rolf-Mares-Theaterpreis ausgezeichnet.
Die Hausfrau: Sabine Urig
Sabine Urig ist sowohl in klassischen Rollen auf der Theaterbühne (Mrs. Peachum in Brechts "Dreigroschenoper"), im Film ("Mondscheintarif", "FC Venus") sowie im Fernsehen (z.B. als Ehefrau von Gerd Dudenhöffer in "Familie Heinz Becker") zu Hause.
Die Hausfrau: Natascha Petz
Die gebürtige Berlinerin ist außerordentlich vielseitig. Sie spielte in erfolgreichen Theaterproduktionen, wie Franz Wittenbrinks "Sekretärinnen" oder Brechts "Dreigroschenoper" sowie in Musicals wie "Camelot" bei den Bad Hersfelder Festspielen. Als Kabarettistin tourte sie durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ihr kabarettistisches Soloprogramm "Diät Yoga" erarbeitete sie mit der Regisseurin Gerburg Jahnke, die auch "Heiße Zeiten" inszenierte.
Pressestimmen:
"Heiß, heißer, ‚Heiße Zeiten'! Die Premiere der Wechseljahre-Revue wurde im Capitol Theater frenetisch gefeiert. Es gab Gekicher, Gequieke, Gejohle und am Ende Standing Ovations für das begnadete Bühnen-Quartett."
Rheinische Post
"Schrille Lacher, Jubel und stehende Ovationen – im Capitol Theater geht es hoch her."
Westdeutsche Zeitung
„Ein Fest für klassische Musical-Fans!
"Und so gab es am Ende Standing Ovations für Gerburg Jahnke und ihr tolles Team (ja, auch von den Männern) und lauter glückliche Gesichter (ja, auch bei den Damen)."
Neue Rhein Zeitung
"Ein energiegeladener Spaß mit starken Stimmen, der auch die anwesenden Männer in Wallung brachte: Standing Ovations für das famose Frauenquartett, eine maskuline Stewardessen-Band und für Ex-Missfits-Frau Jahnke."
Neue Rhein Zeitung