
DAS MÄDCHEN ROSEMARIE
21.01. - 02.05.2004
Das Musical über Deutschlands berühmteste Edelprostituierte
Knallrote Lippen, platinblonde Haare, unwiderstehliche Reize – Rosemarie Nitribitt weckt Männerphantasien. Blutjung und stadtbekannt erregte sie Ende der 50er Jahre die Gemüter: die unstillbare Begierde der Männer und die erbitterte Empörung der Frauen!
Der wahrgewordene Männertraum: erotisch, geheimnisvoll, lasziv und vor allem käuflich – Rosemarie Nitribitt. Deutschlands berühmteste Edelprostituierte verdrehte Ende der 50er Jahre prominenten Politikern und Wirtschaftsbossen reihenweise den Kopf. Ihr schillerndes Leben erregte Aufsehen, ihr rätselhafter Tod beherrschte wochenlang die Schlagzeilen der Medien. Doch Rosemaries Mörder wurde nie gefasst, der mysteriöse Mordfall nie aufgedeckt. Von Januar bis Mai 2004 war der erste große Gesellschaftsskandal der Nachkriegszeit als Musical im Düsseldorfer Capitol Theater zu sehen: „Das Mädchen Rosemarie“, eine Eigeninszenierung des Theatersnach Motiven des Romans von Erich Kuby, feierte in der intimen Atmosphäre des Clubs eine umjubelte Weltpremiere!
Das Buch zu der dramatischen Geschichte wurde speziell für die Musical-Bühne geschrieben. Der Autor Dirk Witthuhn führte bei diesem Bühnenwerk außerdem Regie. Auch die Musik wurde eigens komponiert: Heribert Feckler, Komponist und Arrangeur, ließ die unbeschwerten Rhythmen der 50er Jahre wieder aufleben und kombinierte diese mit 30er-Jahre-Jazz, französischer Chansonkultur, vor allem aber erdigem Rock zu einer neuen, facettenreichen Mischung. In der Rolle der Rosemarie Nitribitt wurde Anna Montanaro – die international renommierte Künstlerin, die auch schon am New Yorker Broadway auf der Bühne stand, von Presse und Publikum begeistert gefeiert. Die Rolle des Industriellen Konrad Hartog übernahm Filmschauspieler Bernhard Bettermann – bekannt aus dem Kino-Film „So weit die Füße tragen“.
Verlockende Träume, gefährliche Spiele, heimliche Intrigen, verhängnisvolle Affären – „Das Mädchen Rosemarie“ ist ein Blick hinter die Fassade der aufstrebenden deutschen Wohlstandsgesellschaft der fünfziger Jahre!
Allgemeine Informationen:
Der große Gesellschaftsskandal der Nachkriegszeit um „das Mädchen Rosemarie“ inspirierte den Autor und Regisseur Dirk Witthuhn, die tragische Geschichte in Form eines Musicals in eine Bühnenfassung zu bringen. Schon 1958, also rund ein halbes Jahr nach dem Mord an dem stadtbekannten „Callgirl“, kam die Geschichte in die Kinos. Noch im gleichen Jahr erschien der Roman zum Film: Erich Kuby veröffentlichte „Rosemarie – des deutschen Wunders liebstes Kind“. 1996 gab es einen weiteren Film, dieses Mal im Fernsehen: „Das Mädchen Rosemarie“, unter der Regie von Bernd Eichinger, entpuppte sich als „Straßenfeger“. 1999, also rund 40 Jahre nach Rosemarie Nitribitts Tod, wurde der Fall erneut aufgerollt: Die Autorin Helga Dierichs erhielt erstmals Zugang zu den originalen Ermittlungsakten. In der TV-Dokumentation „Die großen Kriminalfälle. Rosemarie Nitribitt – Tod einer Hure“ zeichnete sie an Hand der neuen Recherche-Ergebnisse ein detailliertes Bild vom damaligen Prozess und den Ermittlungen – und auch von der illustren Männergesellschaft aus den oberen Etagen, die Rosemaries Gunst zunächst gerne in Anspruch nahmen...
Die Handlung in Kürze:
Frankfurt am Main in den 50er Jahren: Rosemarie Nitribitt wächst am Rande der Wohlstandsgesellschaft in ärmlichen Verhältnissen auf und träumt von einem luxuriösen Leben. Schon in jungen Jahren beginnt sie, als Prostituierte zu arbeiten. So lernt sie den reichen Industriellen Konrad Hartog kennen und verliebt sich in ihn. Schnell erliegt der verheiratete Mann Rosemaries Verführungskünsten und verschafft ihr den Zugang zu den oberen Zehntausend. Es scheint, als habe Rosemarie ihr Ziel erreicht... Kurze Zeit später begegnet sie Alfons Bruster, einem Geschäftspartner Konrad Hartogs, der bald zu einem weiteren zahlungskräftigen „Kunden“ wird. Als Hartog herausfindet, dass er nicht Rosemaries einziger Liebhaber ist, beendet er eifersüchtig die Affäre. Neben den regelmäßigen Treffen mit Bruster verabredet sich Rosemarie jetzt auch mit dessen Bekannten Bernhard Schmitt. Dieser bietet ihr einen lukrativen Handel an: Er überredet Rosemarie, seine Geschäftspartner in ihrer Wohnung zu empfangen, ihnen interne Informationen zu entlocken und diese Gespräche heimlich aufzuzeichnen. Nach und nach erkennt Rosemarie, wie gefährlich das Spiel ist, mit dem sie ihr exklusives Leben finanziert...
Pressestimmen:
Nun bringt es Rosemarie Nitribitt zur Musical-Heldin. Sehr kurzweilig schildern in Düsseldorf Dirk Witthuhn (Buch und Regie) und Heribert Feckler (Musik) das Schicksal der Edelhure. Der Spiegel
Regisseur Dirk Witthuhn würzt Historisches mit aktuellen Details, parodiert das frisch erwachte Selbstbewusstsein der Nachkriegsnation.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Das ist Düsseldorfs neuer Beitrag zur Musicalkultur. Wer Anna Montanaro in der Titelpartie erlebt, ahnt die Saugkraft von platinblondem Haar und Wespentaille.
Die Zeit
„Das Mädchen Rosemarie“ setzt auf Musik und Schauspieler. Das zeigt, dass neben den Großproduktionen und Nostalgierevuen noch eine andere Musicaltradition weiter lebt.
Die Welt
Das ist etwas Neues im Erlebnisparadies Musical! Rheinische Post |